
Psychologie
Ständige mediale Unruhe macht krank
Internet-Nutzung kann in vergleichbarer Weise abhängig machen wie Drogen. Das erklärte der Medienforscher und Wissenschaftler Bert te Wildt im Gespräch mit der Zeitschrift «Psychologie heute».
(fa.) «Man findet bei beiden den Kontrollverlust: Die Abhängigen wollen aufhören, können aber nicht. Im Sinne einer Dosissteigerung brauchen sie immer mehr, um den Kick zu bekommen, das ersehnte befriedigende Gefühl», sagte te Wildt. Auch die Entzugserscheinungen seien mit Zittern, kaltem Schweiss oder Schlaflosigkeit ähnlich wie bei Drogen.
Eltern empfiehlt der Medienforscher, die Nutzung digitaler Medien ihrer Kinder zu begrenzen. Bert te Wildt empfiehlt den gelegentlichen, aber regelmässigen Verzicht auf das Smartphone. «Für jeden Menschen ist es sinnvoll, sich medienfreie Zeiten einzurichten», so te Wildt. Es sei ratsam, an einem Tag der Woche vollständig auf die Nutzung des Smartphones zu verzichten.
Der Neurowissenschaftler Daniel Levitin (…